|
Wer ist gegen den Passivraucherschutz?
Über 1000 Tote. Tausende Kranke. Jährlich 500 Millionen Franken Schaden für die Schweizer Volkswirtschaft. Das sind die Folgen des Passivrauchens.
Wer ist gegen ein Gesetz, das Kosten und Leid vermeiden hilft und mit vernünftigen, liberalen Regeln festlegt, wo geraucht wird und wo man rauchfrei zusammenlebt?
Gastroindustrie gegen die Bevölkerung
Die trotzige-sture Haltung des Gastroindustrie-Verbandes hat eine unschöne Tradition: Der Schweizer Wirteverband GastroSuisse hat jahrelang von der Zigarettenindustrie beträchtliche Geldsummen erhalten, um den Passivraucherschutz in den Gastrobetrieben zu verhindern.
Die Wirteverbände behaupten – wohl gegen besseres Wissen – ein Gesetz für rauchfreie Gastrobetriebe bedeute den Tod der Gastronomie. Das ist falsch, wie immer mehr Erfahrungen belegen. Es ist auch Fachleuten nicht klar, weshalb GastroSuisse sich gegen den Passivraucherschutz, gegen die Schweizer Bevölkerung und gegen die eigenen Arbeitnehmer stellt.
Lesen Sie, was das die (wirklichen) Experten, die Herausgeber des Fachmagazines für Hotellerie und Gastronomie dem GastroSuisse-Präsidenten zu seiner gästefeindichen Politik zu sagen haben.
Gewerbeverband gegen Gesundheitsschutz
Der schweizerische Gewerbeverband bekämpft eine vernünftige Fassung des Bundesgesetzes zum Schutz vor dem Passivrauchen – und stellt sich damit gegen die Interessen des Gewerbes, das an tiefen Krankheitskosten interessiert ist. Der gesetzlich verankerte Schutz vor dem Passivrauchen bringt dem Gewerbe – wo es betroffen ist – nur Vorteile: Rechtssicherheit, weniger Fehlzeiten und eine tiefere finanzielle Belastung.
Gesundheitskommissionen gegen Schweizer Wähler
Die ständerätliche Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit etwa will die Bevölkerung auch in Zukunft nicht wirkungsvoll vor dem Passivrauchen schützen.
Auch eine starke Minderheit der nationalrätlichen Kommission – übrigens präsidiert von Jürg Stahl, Mitarbeiter der Krankenkasse (!) Groupe Mutuel – lässt sich vor den Karren einiger Lobbys spannen, stellt sich gegen den Volkswillen, gegen liberale Grundsätze, gegen die (wirtschaftliche) Vernunft und gegen den Ständerat, der eine vernünftige Lösung erarbeitet hat.
Der Nationalrat und der Bürger
Am 11. Juni und am 18. September 2008 haben die Nationalräte gezeigt, wie wenig Ernst sie die Anliegen der Schweizerinnen und Schweizer nehmen. An diesen beiden Tagen haben sie über das Bundesgesetz zum Schutz vor dem Passivrauchen abgestimmt, das aus der Parlamentarischen Initiative zum Schutz der Bevölkerung und der Wirtschaft vor dem Passivrauchen von Ständerat (damals Nationalrat) Prof. Dr. med. Felix Gutzwiller (FDP, Zürich) hervorgegangen ist.
|